Hallo,
Peltigera auf jeden Fall und
Peltigera didactyla könnte meiner Meinung nach gut hinkommen (...nicht nur bei 123 schauen, da bin ich nicht sicher, ob alle Bilder richtig zugeordnet sind und die Beschreibung ist dürftig...)
Ich habe bei italics den Peltigera-Schlüssel probiert (und scheitere, weil zu Soralen, Farben, Unterseiten, Rhizinen gefragt wird).
Du kannst den Schlüssel ja mal aufrufen und sehen, wie man zu der Art kommt.
https://italic.units.it/index.php?procedure=idkeys
https://italic.units.it/index.php?proce ... e&num=1615
Hilfreich ist sicherlich dieses PDF von Botanik Bochum, da auch noch Hinweise zu selteneren, oberflächlich ähnlichen Verwechslungsarten.
https://www.botanik-bochum.de/jahrbuch/ ... tigera.pdf
Was hier nach Augenschein für P. didactyla spricht:
die kleine Größe, der Standort
Sie ist nach ZIMMERMANN & GUDERLEY (2012: 224) als konkurrenzschwache Pionierart charakteristisch "auf lückigen mageren, steinigen Böden" (Abb. 11) und nach GOFFINET & HASTINGS (1995) und GOFFINET & al. (2003) vorwiegend auf Erde oder dünnen Matten aus meist akrokarpen
Moosen zu finden. Nach HEIBEL (1999: 168) dringt P. didactyla "auf anthropogen beeinflussten Standorten bis in die Stadtzentren der Ballungsräume vor". Typische Standorte sind Weg- und Straßenränder, offene Böschungen, Industriebrachen und Feuerstellen (Z. B. HEIBEL 1999, WIRTH 1995).
Unterseiten können wir nicht beurteilen.
Dann gibt es bei der Art zwei sehr unterschiedliche Stadien:
jung mit Soralen auf den Lobenflächen und mit nur minimaler Behaarung/ Bereifung am Rand, keine Apothecien
älter (wie hier): dann entwickeln sich Apothecien (sehen nach Bildvergleich passend aus), dabei nimmt die Behaarung auf den Loben zu (Oberfläche wirkt hier weißlich) und von den Soralen bleiben nur rundliche Narben auf der Lobenflächen übrig (auch das sehe ich auf deinen Bildern.)