Hallo zusammen,
die Hybriden zwischen Gymnadenia und Nigritella (wenn man die Gattungen separat führt) bilden sich in den Alpen recht leicht und werden immer mal wieder gefunden. Bereits im Gelände fallen sie durch die spektakuläre Farbe und den intermediären Blütenstand sofort ins Auge.
Hier ein Zufallsfund während der Taraxacum-Suche, vom Passo Foscagno (zwischen Livigno und Bormio), letzte Woche auf ca. 2300 m. Ein Epithet mag ich nicht dranhängen, weil ja die Nomenklatur beider Elterngattungen hoffnungslos umstritten ist und ich gegen Abend nicht mehr groß gesucht habe, was da an potenziellen Eltern so in der Nähe stand (G. conopsea s. l. war auf jeden Fall reichlich vertreten). Rein statistisch wäre daher G. ×suaveolens (N. rhellicani × G. conopsea) die wahrscheinlichste Möglichkeit.
Witzigerweise haben die Hybriden oft ein Problem mit der Blütenstellung, denn bei Nigritella steht die Lippe nach oben, bei Gymnadenia nach unten, und es gibt bei den Hybriden wohl alle Möglichkeiten, sogar quer. Bei meinem Exemplar waren die Lippen Nigritella-mäßig nach oben gerichtet.
Gruß Michael
Gymnigritella
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Kraichgauer
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