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Chenopodiastrum murale
Verfasst: Mo Jul 14, 2025 7:46 pm
von ulrikegrün
... murale?
welcher könnte es noch sein?
Die App sagt murale
Rothmaler-Schlüssel ist uneindeutig, Blätter beiderseits kahl.
Samen allerdings scharfkantig
Standort Berlin innenstadt neben einem Backshop im Kleinsteinpflaster
Herzlichen Dank + Grüße!
UIrike
Re: Chenopodium
Verfasst: Mo Jul 14, 2025 10:25 pm
von Anagallis
Ch. m. ist Kappes. Die Blattzähnung stimmt überhaupt nicht. Für mich sieht das nach
Chenopodium opulifolium aus. Sind am Beleg schon Samen? Diese hätten dann radiale, auffallend längliche Grübchen auf der Schale. Vergleiche hier mit dem Samenfoto:
https://blumeninschwaben.de/Zweikeimbla ... _agg.htm#1
Re: Chenopodium
Verfasst: Di Jul 15, 2025 7:47 am
von ulrikegrün
Danke lieber Dominik!
Die Samen haben leider keine Querrillen, sind aber scharf gezielt. HG Ulrike
Re: Chenopodium
Verfasst: Fr Jul 18, 2025 6:43 am
von Anagallis
ulrikegrün hat geschrieben: ↑Di Jul 15, 2025 7:47 am
Die Samen ... sind ... scharf gezielt.
Was ist "gezielt"? Wäre es möglich, davon ein Foto zu produzieren?
Re: Chenopodium
Verfasst: Fr Jul 18, 2025 7:01 am
von ulrikegrün
Gekielt sollte es heissen, böse Autokorrektur.
Ist lt. Rothmaler ein Merkmal von C. murale.
Die Art kenne ich aber auch mit viel stärker gesägten Blättern.
Ich habe den kompletten Beleg jetzt weiter gegeben, daher leider kein Foto. Wenn ich nochmal am Bestand vorbei komme, schaue ich nochmal nach. Liebe Grüße
Re: Chenopodium
Verfasst: Mi Aug 13, 2025 12:39 am
von ulrikegrün
So, jetzt die Samenbilder, nicht gerillt sondern warzig. Reife Frucht im Perigon sichtbar, führt zu Gattung Oxybasis, oder?
Re: Chenopodium
Verfasst: Mi Aug 13, 2025 12:41 am
von ulrikegrün
Und so wuchsen sie da live Mitte Juli
Re: Chenopodium
Verfasst: Mi Aug 13, 2025 12:52 am
von ulrikegrün
Also ich komme mit Rothmaler und mit Blumen in Schwaben jetzt zu Chenopodium urbicum bzw. zu Oxybasis rhombifolia = Chenopodium intermedium bzw. Ch. urbicum var. intermedium ... "wahrscheinlich entstanden aus dem Bastard Oxybasis urbincum x Oxybasis rubrum" (Bl. in Schwaben).
Was sagt ihr dazu?
Danke, beste Grüße, Ulrike
Re: Chenopodium
Verfasst: Mi Aug 13, 2025 8:50 am
von Svampskogen
Das schaut mir schon sehr nach Chenopodium murale aus, auch wenn man den Kiel der Samen höchstens erahnen kann…
Re: Chenopodium
Verfasst: Mi Aug 13, 2025 10:14 am
von Anagallis
Das Makro zeigt leider nicht die Samen, sondern die ganze Nußfrucht, und um deren Kiel und Papillen geht es. Der Rothmaler schreibt außerdem, daß die Schale der Nußfrüchte "kaum abreibbar" sei. Man muß den Samen also erst aus der Nußfrucht herauspräparieren. Bei anderen Arten muß man dafür die Nußfrüchte nur zwischen den Fingern reiben. Was die Oberfläche der Frucht wert ist, kann ich nicht beurteilen. Vergleiche hier mit Samen- und Fruchtfotos:
https://dpa.web.rug.nl/repository (Gattung Chenopodiastrum).
Die Blattform widerspricht allen Beschreibungen von
Ch. murale, z. B. Rothmaler: stark und dicht gezähnt, Zähne vorwärts gebogen, Blätter Brennesselblättern ähnlich, aber dann finden sich bei Flora-De auch die Bilder ganz unten auf dieser Seite:
https://blumeninschwaben.de/Zweikeimbla ... trum.htm#2
Im Rothmaler Grundband ist eine Zeichnung der Blätter.
ulrikegrün hat geschrieben: ↑Mi Aug 13, 2025 12:39 am
Reife Frucht im Perigon sichtbar
Darum geht es gar nicht, sondern darum, ob das Perigon bei Fruchtreife geöffnet ist, wodurch die Nußfrucht sichtbar wird. Das schließt nicht aus, daß man auch bei anderen Arten mal die Nußfrüchte sehen kann.