Opuntia - welche?
Verfasst: Do Mai 28, 2026 7:59 pm
Hallo,
die Frage nach der Artzugehörigkeit der bei Gießen ursprünglich angesalbten, aber seit der Erstbeobachtung 1998 zunehmend verwildernden (mit Sämlingen, Jungpflanzen, oft auch bewurzelnden "Ohren") Opuntia-Sippen konnte ich bislang nicht sicher beantworten. Ursprünglich war im unteren Bereich der südexponierten Basalthalde je eine etwa einen Quadratmeter bedeckene gelb bzw. rosa blühende Gruppe zu sehen. Von den rosa blühenden Opuntien sind es jetzt fünf bis 1 m² große Gruppen, die gelb blühenden haben sich über den freien Hang verteilt, in Summe über 10 m². In 2024 fand sich eine fast dornenlose Gruppe, von der ich allerdings jetzt erst die Knospen sah.
Nach der Vergleichstabelle mit 7 Arten von ESSL in Floristische Rundbriefe 40: 49-58, Bochum 2007: OPUNTIA PHAEACANTHA ENGELM IN ÖSTERREICH, neige ich dazu die gelb und altrosa blühenden Pflanzen als Opuntia phaeacantha anzusprechen. Die Glieder sind überwiegend in der oberen Hälfte bestachelt, wenige bis etwa 4 cm lange Stacheln pro Areole. Überwiegend 5-6 Areolen pro Reihe. Die gelben Blüten besitzen allenfalls schwach bräunlich-rötliche Bereiche im Zentrum. Die Staubfäden sind cremefarbig, die Narben, auch bei den altrosa farbigen Blüten, grün. Letzteres Merkmal trennt die meisten Arten der Tabelle von O. macrorhiza mit cremefarbenen bis gelblichen Narben und O. humifusa mit weißen Narben. Bis auf O. polyacantha (und deren Hybridsippe mit O. macrorhiza: O. tortispina, wenige Stacheln) sollen die Früchte unbestachelt sein. Opuntia macrorrhiza soll nach Flora Germanica II: 1079 "ausgesprochen dicke Rhizome" haben, in der Tabelle von Essl wird nur bei O. tortispina "gelegentlich mit verdicktem Wurzelstock" geschrieben. Michael "Kraichgauer" hatte mir gegenüber die O. macrorhiza ins Spiel gebracht.
Langer Text, jetzt Fotos aus mehreren Jahren.
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Sämlinge in 2008: -----
Gelb blühende Pflanzen im Juni, Früchte November: -----
Rosa blühende Pflanzen:
die Frage nach der Artzugehörigkeit der bei Gießen ursprünglich angesalbten, aber seit der Erstbeobachtung 1998 zunehmend verwildernden (mit Sämlingen, Jungpflanzen, oft auch bewurzelnden "Ohren") Opuntia-Sippen konnte ich bislang nicht sicher beantworten. Ursprünglich war im unteren Bereich der südexponierten Basalthalde je eine etwa einen Quadratmeter bedeckene gelb bzw. rosa blühende Gruppe zu sehen. Von den rosa blühenden Opuntien sind es jetzt fünf bis 1 m² große Gruppen, die gelb blühenden haben sich über den freien Hang verteilt, in Summe über 10 m². In 2024 fand sich eine fast dornenlose Gruppe, von der ich allerdings jetzt erst die Knospen sah.
Nach der Vergleichstabelle mit 7 Arten von ESSL in Floristische Rundbriefe 40: 49-58, Bochum 2007: OPUNTIA PHAEACANTHA ENGELM IN ÖSTERREICH, neige ich dazu die gelb und altrosa blühenden Pflanzen als Opuntia phaeacantha anzusprechen. Die Glieder sind überwiegend in der oberen Hälfte bestachelt, wenige bis etwa 4 cm lange Stacheln pro Areole. Überwiegend 5-6 Areolen pro Reihe. Die gelben Blüten besitzen allenfalls schwach bräunlich-rötliche Bereiche im Zentrum. Die Staubfäden sind cremefarbig, die Narben, auch bei den altrosa farbigen Blüten, grün. Letzteres Merkmal trennt die meisten Arten der Tabelle von O. macrorhiza mit cremefarbenen bis gelblichen Narben und O. humifusa mit weißen Narben. Bis auf O. polyacantha (und deren Hybridsippe mit O. macrorhiza: O. tortispina, wenige Stacheln) sollen die Früchte unbestachelt sein. Opuntia macrorrhiza soll nach Flora Germanica II: 1079 "ausgesprochen dicke Rhizome" haben, in der Tabelle von Essl wird nur bei O. tortispina "gelegentlich mit verdicktem Wurzelstock" geschrieben. Michael "Kraichgauer" hatte mir gegenüber die O. macrorhiza ins Spiel gebracht.
Langer Text, jetzt Fotos aus mehreren Jahren.
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Sämlinge in 2008: -----
Gelb blühende Pflanzen im Juni, Früchte November: -----
Rosa blühende Pflanzen: