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alpines Myosotis

Verfasst: Sa Aug 01, 2026 9:22 pm
von cucubalus
Hallo Zusammen,
ich bastel gerade an einem alpinen Myosotis herum (Ifen, ca. 2000 m, 29.07.2026)..da ich Hakenhaare sehe, vermute ich M. decumbens - ist das korrekt ?
Beste Grüße
cucubalus

Re: alpines Myosotis

Verfasst: Sa Aug 01, 2026 9:33 pm
von Anagallis
Gut erkennen tut man es nicht, aber es sieht aus als reiche der Kelch nicht bis zur Platte der Kronblätter, könnte also passen. Was für ein Standort war es denn? Die Art wähst wohl typischerweise entlang Bächen und Kuhweiden. Das ist aber eigentlich eine montane Art. 2000 m wäre ganz schön hoch. Ich habe die Art auch nur einmal gesehen, auf der Suche nach einer Pflanze für die Flora Germanica.

Re: alpines Myosotis

Verfasst: Sa Aug 01, 2026 9:39 pm
von cucubalus
das würde kaum passen: die Pflanze wuchs auf dem Gottesacker am Ifen - ggf. kann sich in den Rissen und Spalten des Karstgesteins auch Feinerde sammeln - zumindest reicht es für Adenostyles alliariae und Cirsium spinosissimum - vielleicht hilft folgendes Bild weiter...

Re: alpines Myosotis

Verfasst: Sa Aug 01, 2026 10:27 pm
von Anagallis
Also, das paßt für mich, ich kenne die Art aber nicht gut genug, um die Hand dafür ins Feuer zu legen. Sie ist sehr ähnlich zu M. sylvatica, bis auf die kürzeren Kelchzipfel. Die in der Flora Germanica abgebildete Pflanze sieht genauso aus:

https://www.flora-germanica.de/flora-vo ... 0decumbens

(Sie stand unter einem Weidezaun in der Breitachklamm, 10 m vom Fluß.)

Nur sieht man auf Deinem Foto nicht gut, ob die Blüten vielleicht schon ausfallen und deshalb den Kelch überragen.

Re: alpines Myosotis

Verfasst: Sa Aug 01, 2026 10:34 pm
von botanix
Hallo,
die Exkursionsflora für Österreich gibt für M. decumbens die Höhenstufe montan - subalpin an. Als Standorte: Feuchte Krummholzgebüsche, Hochstaudenfluren, Bachufer, frische Fettwiesen, Säume. Sowohl Höhenstufe als auch Standort sind also möglich.
Das würde doch zu den verfügbaren Informationen passen.
Alternativ wäre in dieser Höhenstufe mit (wenigen) Hakenhaaren am Kelch nur noch M. alpestris, aber Blüten viel größer, Kronröhre kürzer, Kelch geht in Blütenstiel über, spricht dagegen.
Grüße
Peter

Re: alpines Myosotis

Verfasst: So Aug 02, 2026 9:32 am
von Flor_alf
Hallo,
hast du keine Bilder vonn den Grundblättern bzw. weißt du ob die lang gestielt waren. Daran lässt sich die Art recht gut festmachen. Meist wächst sie in alpinen Lägerfluren unter Rumex alpinus etc.
In den Allgäuer Alpen ist sie in den Lägerfluren bzw. an deren Rand häufig.
Grüße
Alfred

Re: alpines Myosotis

Verfasst: So Aug 02, 2026 10:54 am
von cucubalus
...leider habe ich nur noch folgendes bescheidene Foto...

Re: alpines Myosotis

Verfasst: So Aug 02, 2026 11:47 am
von Flor_alf
Tja, da ist fraglich, ob das Foto wirklich bis zur Stängelbasis reicht. Falls das die Basis ist, ist es sicher nicht M. decumbens, die hätte lang gestielte Grundblätter, die auch beim Blühen noch da sind, sondern etwas aus dem Formenkreis M. sylvatica.
Viele Grüße
Alfred

Re: alpines Myosotis

Verfasst: So Aug 02, 2026 9:42 pm
von Kraichgauer
Von den Blüten (Größe, Färbung) und Kelchen passt das alles gut zu M. decumbens. Ich schätze mal, ein Mickerexemplar an der Grenze der Verbreitungsmöglichkeiten.

Gruß Michael