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Ranunculus montanus agg?

Verfasst: So Aug 09, 2026 5:06 pm
von Martijn van Sluijs
Hallo!

Ich habe diesen Hahnenfuß während eines Urlaubs in der Nähe des Feldbergs gesehen: https://observation.org/observation/415547592/

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Mir liegen nur die drei der Beobachtung beigefügten Fotos vor; die Originale sind zwar qualitativ etwas besser, aber der Unterschied ist vernachlässigbar. Ich habe keine Exemplare entnommen. Ich vermute, dass die Pflanze zum Ranunculus-montanus-Aggregat gehört, doch laut flora-bw.de gab es in der unmittelbaren Umgebung schon lange keine Nachweise mehr. Könnte es sich um eine andere Art handeln? Ich habe auch R. acris subsp. friesianus in Betracht gezogen, aber das scheint nicht recht zu passen.

Herzliche Grüße,
Martijn

(Der obige Text wurde aus dem Niederländischen übersetzt; Deutsch ist nicht meine Muttersprache :) )

Re: Ranunculus montanus agg?

Verfasst: So Aug 09, 2026 8:00 pm
von Flor_alf
Hallo Martinij,

das dürfte Ranunuculus nemorosus (syn : Ranunculus polyanthemos agg.) sein. Der ist auf frischen mageren Wiesen nicht selten. Ranunuculs montanus im engeren Sinn hätte glänzende Blätter.

Viele Grüße
Alfred

Re: Ranunculus montanus agg?

Verfasst: So Aug 09, 2026 10:14 pm
von Svampskogen
Wieso nicht R. acris subsp. friesianus? Der Blütenstiel müsste deutlicher gefurcht sein für das nemorosus aggr (meiner Meinung nach)! Die montanus-Gruppe hätte einen behaarten Blütenboden, das kann man leider nicht erkennen!

Re: Ranunculus montanus agg?

Verfasst: So Aug 09, 2026 10:54 pm
von Flor_alf
Ja, da muss ich dir recht geben. Ich habe mir das letzte Bild daraufhin genauer angeschaut und man sieht da keine Furchen, also R. acris ssp. friesianus. Jedenfalls kein montanus agg.
Grüße
Alfred

Re: Ranunculus montanus agg?

Verfasst: Mo Aug 10, 2026 6:48 am
von botanix
Hallo,
zur Bestimmung kann ich nichts beitragen, meine letzte montanus Beobachtung liegt schon zulange zurück.
Nur eine Bemerkung zu Ranunculus acris subsp. friesianus: in Süddeutschland soll er vorkommen, aber auch auf 1200 Metern Höhe? Dann ist noch zu Bedenken, dass es bei subsp. acris einen Wandel von der zerschlitzten Frühjahrs-Blattform zu einer der subsp. friesianus sehr ähnlichen Spätsommer-Blattform gibt. Hier in Mittelhessen haben die Spätsommer-Nachblüher von subsp. acris die Blattform von subsp. friesisnus (gleiche Fundorte).
Siehe Hörandl in HEGI: http://www.flora-deutschlands.de/files/ ... nculus.pdf
Grüße
Peter

Re: Ranunculus montanus agg?

Verfasst: Mo Aug 10, 2026 7:54 am
von Svampskogen
Also in der Schweiz sind 1200m für R. acris subsp. friesianus überhaupt kein Problem, die Art ist auch in vielen Bergwiesen häufig!

Re: Ranunculus montanus agg?

Verfasst: Mo Aug 10, 2026 11:31 am
von Anagallis
Neulich beim Kartierwochenende stießen wir auf Pflanzen, die friesianus ähnelten. Dennoch konnte sich niemand dazu durchringen, sie auch so zu nennen. Soll heißen: Spät im Jahr, nach Mahd, eventuell auch als Reaktion auf Trockenheit können die Blätter der Nominatunterart abweichen. Ich würde mich hier nicht auf die Unterart festlegen wollen, dafür ist das gezeigte Material zu mickerig.

P.S.: Wenn man den Zeichnungen im Atlasband trauen darf ist der fast seitlich ansitzende Schnabel der Frucht typisch für acris s. lat..

Re: Ranunculus montanus agg?

Verfasst: Mo Aug 10, 2026 8:42 pm
von Svampskogen
Da stimme ich 100% zu!

Re: Ranunculus montanus agg?

Verfasst: Mi Aug 12, 2026 5:13 pm
von Martijn van Sluijs
Danke für eure Rückmeldungen! Ich habe mich noch etwas eingehender damit befasst (unter Verwendung der von euch genannten Quellen sowie weiterer Bestimmungsschlüssel und Vergleichsbilder) und es scheint, als sei Ranunculus acris hinsichtlich Behaarung und Blattform noch variabler, als ich ohnehin schon angenommen hatte... :)

Re: Ranunculus montanus agg?

Verfasst: Mi Aug 12, 2026 5:26 pm
von Anagallis
Eine kleine Extrainformation zum Thema Trockenheit: Gestern habe ich an einem Waldrand Campanula trachelium gesehen, die Blüten 1 cm im Durchmesser und 3 cm lang, wie ein kleines Röhrchen geformt. Dieses Jahr muß man mit den wildesten trockenheitsbedingten Abweichungen rechnen.