12.8.2025
Hallo, gestern ist mir im hohen Gras einer Wiese oberhalb von Sterzing in Südtirol (um 1.000 m ü. N.N.) ein fruchtender Bärenklau wegen seiner gelbgrünen Farbe aufgefallen. Leider sind mir etliche Fotos völlig misslungen, weil ich am Ende einer langen Tour mit der Bildkontrolle vor Ort geschludert habe. Mein Verdacht ist Heracleum sphondylium subsp. glabrum (bzw. sibiricum), bisher allerdings noch nicht gesehen. Lässt sich trotz fehlender Details dazu etwas sagen?
Freundliche Grüße
Georg
Heracleum sphondylium
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Bitte immer den Fundort (Land, Stadt, Habitat etc.) und das Funddatum angeben. TIPP: Je mehr Detailbilder ihr von einer Pflanze zeigt, also zum Beispiel Gesamtaufnahme der Pflanze, Blatt + Blüte von oben und unten, Stängel unten + oben, Früchte oder weiteres, desto größer ist der Bestimmungserfolg im Forum.
Bitte immer den Fundort (Land, Stadt, Habitat etc.) und das Funddatum angeben. TIPP: Je mehr Detailbilder ihr von einer Pflanze zeigt, also zum Beispiel Gesamtaufnahme der Pflanze, Blatt + Blüte von oben und unten, Stängel unten + oben, Früchte oder weiteres, desto größer ist der Bestimmungserfolg im Forum.
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Re: Heracleum sphondylium
Es kommt aber leider nicht auf den (gelb)grün-Ton verwelkender Pflanzen, sondern auf die Farbe des Blütenstands während (!) der Blütezeit und der Kronblätter an. Die subsp. sibiricum/glabrum ist etwas nordöstlich-sibirisches, sie kommt in den Alpen nicht vor.
Das hier dürfte wegen der wenig geteilten, weniglappigen Grundblätter eine der alpinen Unterarten sein (alpinum, pyrenaicum oder elegans). Ich habe da nicht so den Überblick, welche genau und was gerade taxonomisch gültig ist, das weiß Thomas Götz sicher besser. Pyrenaicum ist wohl stärker behaart und ist es eher nicht.
Gruß Michael
Das hier dürfte wegen der wenig geteilten, weniglappigen Grundblätter eine der alpinen Unterarten sein (alpinum, pyrenaicum oder elegans). Ich habe da nicht so den Überblick, welche genau und was gerade taxonomisch gültig ist, das weiß Thomas Götz sicher besser. Pyrenaicum ist wohl stärker behaart und ist es eher nicht.
Gruß Michael
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Re: Heracleum sphondylium
H. sibiricum hatte ich einmal in Ostösterreich (aktuell kann ich aber das österreichische Nachbarforum nicht aufrufen für für den Link)… Die subsp. alpinum ist ein Endemit des Juragebirges und meiner Erfahrung nach sowohl morphologisch und ökologisch (Bergwälder) gut abgegrenzt! Die anderen Alpen-Unterarten sind für mich sehr zweifelhaft (die Unterscheidung pollinianun vs elegans sehr homöopathisch), auch scheint es Zwischenformen zu normaler sphondylium zu geben….
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Re: Heracleum sphondylium
Das sollte ja für die Kategorie "Unterart" typisch sein: geographisch +/- abgegrenzt, aber mit Übergangsformen. Also wird das da oben wohl am ehesten unter "elegans" fallen, die ist sowieso in den Alpen am weitesten verbreitet. Gruß Michael
Re: Heracleum sphondylium
Vielen Dank für eure Informationen!
Nach dem (nicht mehr ganz aktuellen) "Katalog der Gefäßpflanzen Südtirols" (2006) ist die Supspezies sphondylium zwar die häufigste im nördlichen Südtirol, aber es gibt Fundort-Angaben zur ssp. elegans (25 vs. 4 Quadranten). Für ssp. pollinianum gibt es eine einzige Meldung für Südtirol aus den Dolomiten.
Freundliche Grüße
Georg
Nach dem (nicht mehr ganz aktuellen) "Katalog der Gefäßpflanzen Südtirols" (2006) ist die Supspezies sphondylium zwar die häufigste im nördlichen Südtirol, aber es gibt Fundort-Angaben zur ssp. elegans (25 vs. 4 Quadranten). Für ssp. pollinianum gibt es eine einzige Meldung für Südtirol aus den Dolomiten.
Freundliche Grüße
Georg
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Re: Heracleum sphondylium
Hier nun noch mein Beitrag aus dem Nachbarforum:
https://forum.flora-austria.at/viewtopic.php?f=4&t=4360
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