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Re: Potentilla leucopolitana + Opuntia - Genetik

Verfasst: Mi Jul 22, 2026 12:35 pm
von Kraichgauer
Manfrid hat geschrieben: Di Jul 21, 2026 1:18 am Und? Verrät die "Genetik" (Barcoding), ob etwas durch "Spontanmutation" entstanden oder vererbt ist? Das müsste sie ja tun, wenn man ihr die Entschleierung der verwandtschaftlichen Verhältnisse anvertrauen will.
Ja aber natürlich tut sie das! Das ist ja das Prinzip dahinter und genau die Kernaussage. Wenn Du diese Frage überhaupt stellst, scheinst Du Probleme mit den grundlegenden Prinzipien der Molekulargenetik zu haben. Verunglimpfung nützt nichts, kauf' Dir besser ein Lehrbuch.

Eine Spontan- oder Punktmutation ist immer im Genvergleich sichtbar (sofern die betroffenen Gene mit untersucht wurden) und als solche sofort erkennbar, denn die Spontanmutation darf ja nicht bei den Vorfahren aufgetreten sein.
Dagegen sind Vererbungen ja durch gemeinsame Gene mit den Vorfahren bzw. Verwandten, also durch das Verwandtschaftsverhältnis, erkennbar.

Schwieriger wird alles mit den epigenetischen Veränderungen, meist DNA- und RNA-Methylierungen, die sind nur durch sehr aufwendige Untersuchungen feststellbar.

Gruß Michael

Re: Potentilla leucopolitana + Opuntia - Genetik

Verfasst: Do Jul 23, 2026 8:14 am
von Manfrid
Kraichgauer hat geschrieben: Mi Jul 22, 2026 12:35 pmEine Spontan- oder Punktmutation ist immer im Genvergleich sichtbar (sofern die betroffenen Gene mit untersucht wurden)
Wenn die Spontanmutation eine Punktmutation ist, d. h., wenn sie sich schön ans Lehrbuch hält und nicht eine Veränderung weitere nach sich zieht.
Kraichgauer hat geschrieben: Mi Jul 22, 2026 12:35 pmSchwieriger wird alles mit den epigenetischen Veränderungen, meist DNA- und RNA-Methylierungen
Die sind dann u. U. eher am unmittelbaren Erscheinungsbild erkennbar als am Barcoding-Ergebnis?
Die "Epigenetik" ist ja ein Versuch, die "Genetik" zu retten. Es sollen im Wesentlichen bloß Methylierungen sein, die von den Umgebungsverhältnissen bewirkt werden, während das "Eigentliche" erhalten bleibt. Wie ein Chemiker wie Kraichgauer an dergleichen glauben kann, ist mir ähnlich schleierhaft, wie die Tatsache, dass ein Mathematiker wie Dominik meinen kann, lange Zeiträume eliminierten die Konvergenzproblematik. Bin ja allerdings bloß Biologe...

[Spott entfernt]

Re: Potentilla leucopolitana + Opuntia - Genetik

Verfasst: Do Jul 23, 2026 9:08 am
von Anagallis
Manfrid hat geschrieben: Do Jul 23, 2026 8:14 am Die "Epigenetik" ist ja ein Versuch, die "Genetik" zu retten. Es sollen im Wesentlichen bloß Methylierungen sein, die von den Umgebungsverhältnissen bewirkt werden, während das "Eigentliche" erhalten bleibt.
Also doch, die DNA-Sequenz hängt vom Wetter ab. Oder ist die DNA gleich eine ganz funktionslose Dekoration der Zelle?

Re: Potentilla leucopolitana + Opuntia - Genetik

Verfasst: Do Jul 23, 2026 10:54 am
von Anagallis
Manfrid hat geschrieben: Do Jul 23, 2026 8:14 am ist mir ähnlich schleierhaft, wie die Tatsache, dass ein Mathematiker wie Dominik meinen kann, lange Zeiträume eliminierten die Konvergenzproblematik
Es gibt aus meiner Sicht überhaupt keine "Problematik" mit Konvergenz. Ich habe überhaupt kein Problem damit, mir tausend äußerlich identisch aussehende Käferarten vorzustellen, die sich nur dadurch unterscheien, daß sie nicht fortpflanzungsfähig kreuzbar sind. Dafür braucht es nicht einmal Unterschiede an den Genitalorganen. Es ist bloß ein Nachteil für die Fitness, wenn die Käfer ihre Sexualpartner nicht finden können, und lange Zeiträume beseitigen solche Nachteile (durch Mutation oer Aussterben). Das ist Stochastik.

Ein Problem mit Konvergenz hat nur diejenige, die abstreiten will, daß er Bauplan der Organismen in er DNA liegt.