Panicum gilvum Launert - Erstfund für Deutschland?
Verfasst: Fr Aug 15, 2025 1:36 pm
Hallo zusammen,
Michael berichtete bereits über ein gemeinsame Exkursion zu den Maisäckern bei Vaals, um dort Panicum gilvum anzusehen. Ein weiteres Ziel war es, diese Pflanze auch auf der deutschen Seite der Grenze zu finden. Aus Zeitgründen ist das nicht gelungen.
Da wegen der anhaltenden Hitze und Trockeneit die Landwirte hier im Großraum Köln - Bonn - Aachen die Mahd forcieren, bin ich heute in aller Frühe noch einmal in die Gegend bei Orsbach gefahren, um die Maisäcker abzusuchen.
Von Aachen-Laurensberg kommend gibt es bereits 3-4 km vor Orsbach einige sehr große, langgestreckte Maisäcker. Die Ränder bin ich alle abgelaufen, leider erfolglos. Mein Eindruck war aber, dass man die Ackerränder in zwei Gruppen einteilen kann.
a) mit diversen, teilweise sogar vielen verschiedenen Ackerbegleitkräutern (aber ohne Echinochloa crus-galli - Hühnerhirse, dazu später mehr)
b) fast ohne jeden Bewuchs, als ob eine Reinigungskolonne mit deutscher Gründlichkeit Unkraut gejätet hat.
Danach bin ich in Ortsnähe in die Nähe der deutsch-niederländischen Grenze gefahren und habe mir weitere Maisäcker angesehen.
Ein Maisacker ist mir ins Auge gefallen, der anders ausgesehen hat: an dessen Rand wuchs Echinochloa crus-galli. Es mag Zufall sein, aber dort habe ich zwei Exemplare von Panicum gilvum gefunden. Ganz typisch, wie Michael bereits schrieb, die"auffälligen "seesternartigen", teilweise niederliegenden Wuchsform". Aber wo genau wuchsen die? War es noch in Deutschland oder schon in den Niederlanden?
Eine Anwohnerin , die mit Ihrem Hund spazierenging konnte Klarheit schaffen. Der asphaltierte Feldweg ist nach dem Verständnis der Anwohner genau die Landesgrenze. Mein Auto parkte also mit zwei Rädern in Deutschland und mit zwei Rädern in den Niederlanden. Und der Fundort der beiden Pflanzen lag etwa 10m auf der niederländischen Seite. Kann man es glauben?
Später fand ich noch ein Massenvorkommen, aber leider auch 50 - 80 m von der deutschen Grenze entfernt.
Interessant: auffällig viel Hühnerhirse am Rand dieses Vorkommens. Kann ein Zufall sein.
Panicum gilvum muss aber doch auch auf der deutschen Seite vorkommen! Also weiter...
Danach bin ich rund um Orsbach viele Feldwege abgefahren und schließlich zu einem Aussichtspunkt gelangt. Äcker so weit das Auge reicht. Mittendrin gelegen eine dunkelgrüne Fläche, die schien mir die letzte Möglichkeit zu sein, heute die gesuchte Art zu finden.
Über verschiedene mehr oder weniger gut befahrbare Feldwege gelangte ich zu dem gesuchten Feld.
Und richtig: an einer Ecke stand wiederum Hühnerhirse, dort begann ich meine Suche und bin tatsächlich fündig geworden.
Ein flächenmäßig kleines Vorkommen, aber mit zahlreichen, zum Teil sehr sehr großen Exemplaren.
Ich habe zwei Belege mitgenommen und möchte sie Uwe Amarell zusenden mit der Bitte um Begutachtung.
Erst nach der Bestätigung des Fundes werde ich das Fragezeichen in der Überschrift löschen.
Und erst dann kann man sagen, dass das Ziel der Exkursion von Michael, Dominik, Uwe und mir vollständig erfüllt ist und der Erstfund dieser Art für Deutschland bestätigt worden ist.
Viele Grüße
Harry
Michael berichtete bereits über ein gemeinsame Exkursion zu den Maisäckern bei Vaals, um dort Panicum gilvum anzusehen. Ein weiteres Ziel war es, diese Pflanze auch auf der deutschen Seite der Grenze zu finden. Aus Zeitgründen ist das nicht gelungen.
Da wegen der anhaltenden Hitze und Trockeneit die Landwirte hier im Großraum Köln - Bonn - Aachen die Mahd forcieren, bin ich heute in aller Frühe noch einmal in die Gegend bei Orsbach gefahren, um die Maisäcker abzusuchen.
Von Aachen-Laurensberg kommend gibt es bereits 3-4 km vor Orsbach einige sehr große, langgestreckte Maisäcker. Die Ränder bin ich alle abgelaufen, leider erfolglos. Mein Eindruck war aber, dass man die Ackerränder in zwei Gruppen einteilen kann.
a) mit diversen, teilweise sogar vielen verschiedenen Ackerbegleitkräutern (aber ohne Echinochloa crus-galli - Hühnerhirse, dazu später mehr)
b) fast ohne jeden Bewuchs, als ob eine Reinigungskolonne mit deutscher Gründlichkeit Unkraut gejätet hat.
Danach bin ich in Ortsnähe in die Nähe der deutsch-niederländischen Grenze gefahren und habe mir weitere Maisäcker angesehen.
Ein Maisacker ist mir ins Auge gefallen, der anders ausgesehen hat: an dessen Rand wuchs Echinochloa crus-galli. Es mag Zufall sein, aber dort habe ich zwei Exemplare von Panicum gilvum gefunden. Ganz typisch, wie Michael bereits schrieb, die"auffälligen "seesternartigen", teilweise niederliegenden Wuchsform". Aber wo genau wuchsen die? War es noch in Deutschland oder schon in den Niederlanden?
Eine Anwohnerin , die mit Ihrem Hund spazierenging konnte Klarheit schaffen. Der asphaltierte Feldweg ist nach dem Verständnis der Anwohner genau die Landesgrenze. Mein Auto parkte also mit zwei Rädern in Deutschland und mit zwei Rädern in den Niederlanden. Und der Fundort der beiden Pflanzen lag etwa 10m auf der niederländischen Seite. Kann man es glauben?
Später fand ich noch ein Massenvorkommen, aber leider auch 50 - 80 m von der deutschen Grenze entfernt.
Interessant: auffällig viel Hühnerhirse am Rand dieses Vorkommens. Kann ein Zufall sein.
Panicum gilvum muss aber doch auch auf der deutschen Seite vorkommen! Also weiter...
Danach bin ich rund um Orsbach viele Feldwege abgefahren und schließlich zu einem Aussichtspunkt gelangt. Äcker so weit das Auge reicht. Mittendrin gelegen eine dunkelgrüne Fläche, die schien mir die letzte Möglichkeit zu sein, heute die gesuchte Art zu finden.
Über verschiedene mehr oder weniger gut befahrbare Feldwege gelangte ich zu dem gesuchten Feld.
Und richtig: an einer Ecke stand wiederum Hühnerhirse, dort begann ich meine Suche und bin tatsächlich fündig geworden.
Ein flächenmäßig kleines Vorkommen, aber mit zahlreichen, zum Teil sehr sehr großen Exemplaren.
Ich habe zwei Belege mitgenommen und möchte sie Uwe Amarell zusenden mit der Bitte um Begutachtung.
Erst nach der Bestätigung des Fundes werde ich das Fragezeichen in der Überschrift löschen.
Und erst dann kann man sagen, dass das Ziel der Exkursion von Michael, Dominik, Uwe und mir vollständig erfüllt ist und der Erstfund dieser Art für Deutschland bestätigt worden ist.
Viele Grüße
Harry